Geschichte

Geschichte der Gründung

„Die Urner sind es, die am längsten säumen, heisst es im Drama „Wilhelm Tell“ von Friedrich Schiller. Beinah trifft das auch für die Urner Pfadfinder zu. Erst rund 35 Jahre nach der Geburt der Pfadibewegung in England und erst 25 Jahre nach der Gründung der ersten Pfadiabteilung in der Schweiz wagte man auch in Uri, als zweitletzter Kanton, den Schritt zur Gründung. Nur gerade Schwyz machte uns die zweifelhafte Ehre streitig, der letzte Kanton zu sein, in dem eine Pfadiabteilung gegründet wurde. Aber schliessliche fasste die Pfadifinderbewegung trotz felsigen Bodens auch in Uri Fuss. Im Frühjahr 1935 erfüllte unser Kommissar Gisler ein neues Stück seines seelsorgerichen Planes: er gründete eine Pfadfinderabteilung.“ So schreibt Paul Brücker / Paik in seinem ersten Bericht über das Leben der Pfadfinderabteilung St. Martin von 1935 bis 1938. Nicht in erster Linie dem Tatendrang der Jungen sondern dem weitsichtigen Planen eines erfahrenen und gütigen Jugenderziehers ist es also zu verdanken, dass die Bewegung auch bei uns Einzug hiel.

Im Herbst 1936 wurde der Kantonalverband der Urner Pfadfinder durch Dr. Alex Christen gegründet. Die damaligen Abteilungen waren: St. Martin Altdorf, Wilhelm Tell Bürglen, Don Bosco Schattdorf und Maria im Stein Kollegium Karl Borromäus. Es kamen dann noch folgende Abteilungen dazu: 1948 die Abteilung Windgällen* in Gurtnellen, 1950 die Abteilung St. Gallus in Wassen*, 1976 die Abteilung Stauffacherin (wurde schon 1939 gegründet) und 1977 die PTA Uri/Schwyz.

 

*wurden um 1960 wieder aufgelöst

(Aus dem Buch 50 Jahre Pfadi Uri, 1986)